Aktion zum IDAHOBIT: „Einträchtig gegen Diskriminierung“

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am Sonntag, den 17. Mai plant der Braunschweiger Verein für sexuelle Emanzipation e.V. (VSE) einen dezentralen Flashmob, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung und Stigmatisierung zu setzen.

Am IDAHOBIT wird weltweit an den 17. Mai 1990 erinnert, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gleichgeschlechtliches Begehren von der Liste der Krankheiten strich. Dieser Tag jährt sich nun zum 30. Mal: ein bedeutender Anlass, um darauf hinzuweisen, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBT*I) weltweit immer noch um ihre Sicherheit fürchten müssen. In manchen Ländern droht ihnen die Todesstrafe.

Auch in Deutschland werden trans*- und inter*geschlechtlichen Menschen ihrer Rechte auf geschlechtliche Selbstbestimmung beraubt: Vorname und Geschlechtseintrag dürfen nur nach einem pathologisierenden Begutachtungsverfahren geändert werden, intergeschlechtliche Kleinkinder werden immer noch geschlechtszuweisenden Operationen unterzogen.

„Auch in diesem Jahr möchten wir am IDAHOBIT – trotz der Corona-Pandemie – die LSBT*I-Community ermutigen, sich öffentlich und einträchtig mit uns gegen Homo-, Bi- Inter- und Transphobie zu stellen und rufen zu einem dezentralen Flashmob am 17.05. auf“, sagt Andreas Paruszewski vom VSE und ergänzt: „Um Punkt 17.05 Uhr soll in ganz Braunschweig oder wo immer man unser Anliegen unterstützen will derselbe Musik-Mix gespielt werden, vom Balkon, im Park oder aus dem Auto.“

Dieser 10-minütige Mix ist zu diesem Zeitpunkt von den Teilnehmenden möglichst gut hörbar an ihren individuellen Aufenthaltsorten abzuspielen. Radio Okerwelle (in Braunschweig auf 104,6 MHz oder Livestream über okerwelle.de) sendet den Musik-Mix, der eigens für den IDAHOBIT von DJane Soundschwester zusammengestellt wurde, live.

Um die Sichtbarkeit der Aktion zu erhöhen, zeigen sich die Teilnehmenden mit Insignien der queeren Community (z.B. Regenbogen-, Trans- oder Interflaggen, Fähnchen, Kleidungsstücke – hier sind der Kreativität ausdrücklich keine Grenzen gesetzt). Die Teilnehmenden filmen oder fotografieren sich selbst bei ihren individuellen Aktionen und posten dies unter #idahobitvse.

Herzlichen Dank für die wundervolle Unterstützung

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